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Traumreise Amerika

23.06.2016 CJD Homburg/Saar gGmbH « zur Übersicht

Was hat Sozialpädagogik mit den USA zu tun?

Die Vision hieß „Amerika“

Zum dritten Mal wurde im CJD Homburg/Saar ein Traumreise in die pädagogische Wirklichkeit umgesetzt. Die Vision hieß „Amerika“. Es galt, in der sozialpädagogischen Abteilung (Soz. Päd.), eine Reise mit Auszubildenden in den Westen der USA zu planen und vor allen Dingen zu finanzieren.

Während die Berufsausbildung im Jugenddorf-Berufsbildungswerk durch die öffentliche Hand gefördert wird, ist bei sozialpädagogischen Maßnahmen und Aktionen, wie diese, auf Eigenfinanzierung und Hilfen angewiesen.

Neben dem eigentlichen Ziel der Reise galt es die pädagogischen Ziele festzuschreiben. Der Rahmen der Finanzierung sah vor, dass jeder Teilnehmer über 2 Jahre monatlich einen bestimmten Betrag spart (Zielsparen). Des Weiteren wurde durch gemeinsames Arbeiten eine beachtliche Summe erwirtschaftet. So wurden, je nach Jahreszeiten, Aktionen gestartet: so z.B. Verkauf von Socken im Rahmen einer „Socken-Aktion“, Rasenmähen, Autowaschen, Flohmarktstand, Hilfen bei Veranstaltungen, Verkauf von allen möglichen Dingen im Internet und vieles, vieles mehr gab es für die „Amerika-Teilnehmer“ zu tun.

Neben all diesen vielen Aktivitäten wurde die ganze Zeit über auch fleißig Englisch gepaukt, so dass Peter Schäfer, Erziehungsleitung Jugendhilfe, den positiven pädagogischen Wert dieses Projektes herausstellen konnte. „Neben der praktischen Arbeit im Team und dem Lernen gehörte auch das sinnvolle Sparen zu dieser Vision“, so Schäfer.

Im Frühjahr 2016 startete die „Amerika-Gruppe“ mit 10 Jugenddörflern zu ihrer „Traumtour“ nach Amerika. Die Reise führte durch die vier US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona zu einigen der wohl spektakulärsten Reiseziele des amerikanischen Südwestens.

Von Frankfurt ging der lange Flug in die USA nach Los Angeles. Dort angekommen machten sie sich, so Reiseleiter Peter Schäfer, mit zwei Vans auf den Weg. Als „King of the Road“ kamen sie an die schönsten Orte, auch abseits von den stark befahrenen Strecken. Besonders beeindruckend war die Fahrt auf der alten Route 66.
Die eingeschlagenen Routen im Westen der USA boten ihnen ein Naturereignis, das seinesgleichen fast kaum zu finden ist und so auch vielen Touristen verschlossen bleibt. Die verschiedenen Nationalparks auf den Strecken aber auch andere Landschaften zeugten von einer beeindruckenden Gestaltungskraft der Natur. Die verheißungsvollen Metropolen wie Los Angeles, San Francisco und Las Vegas oder die verlassenen „Wüstenkäffer“ offenbarten den Jugenddörflern eine verblüffende urige Andersartigkeit und Gegensätzlichkeit.

Beim Rückblick im CJD Homburg berichtete Peter Schäfer:
„Es gab viel zu sehen, zu Staunen, zu hören, zu Begreifen und zu Schmecken. Die Reise sprach einfach alle Sinne an“.
Zweimal 9748 Flugkilometer und 4768 km mit den Vans auf den Straßen und Highways. Sie lernten weltmetropolen und kleine Orte kennen und erlebten Naturwunder in Mengen.
Moderne Wolkenkratzer und Riesenbäume die 2000 Jahre alt sind. Riesige, alles überspannende Brücken, wie die Golden Gate Bridge und steinerne Felsenbrücken im Bryce Canyon, die die Natur schuf.

„Wir sind um die halbe Welt geflogen um den „American Way of Life“ zu sehen. Es galt auf unserer Rundreise Städte zu erkunden und die grandiosen Landschaften des amerikanischen Westens zu entdecken“, so Schäfer.
Manchmal, wenn sich die endlos gerade Straße am Horizont in den Bergen verlor, kamen wir uns vor wie die Urväter auf ihren Trecks ins gelobte Land Kalifornien, dann wieder wie eine kleine Ameise verloren in dem hektischen Treiben der Sin Citys, wie Las Vegas oder Los Angeles.
Wir waren beeindruckt von den Weiten des Westens, von den Kräften unserer Erde, die diese überwältigenden Landschaften wie den Grand Canyon oder das Death Valley, das Monument Valley oder den Bryce Canyon geschaffen haben.
Alle waren aber auch erschrocken über die sichtbare Kluft zwischen arm und reich, Chevrolets und Porsche neben Obdachlosen und Bettlern.

Der „Sonnenuntergang am Pazifik war herrlich“, schwärmt heute noch Jessica. Die Strandpromenade in Santa Monica mit Ihren vielen Menschen, die als Schauplatz der Eitelkeiten dient und dann der Gegensatz bei den Wanderungen in der Natur machten den Abschied nach 16 Tagen nicht leicht.