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Neue Tendenzen und Entwicklungen im Berufsbildungswerk

07.04.2016 CJD Homburg/Saar gGmbH « zur Übersicht

Fachtagung für Mitarbeiter des Reha-Bereiches der Agentur für Arbeit im CJD Homburg/Saar

Im CJD Homburg/Saar fand eine ganztägige Fachtagung für Mitarbeiter des Reha-Bereiches der Agenturen für Arbeit Rheinland-Pfalz / Saarland statt.

Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Norbert Litschko und der allgemeinen Einführung, stellte er die Tendenzen und Entwicklungen in der Arbeit des einzigen saarländischen Berufsbildungswerkes vor.
Damit später die Integration des jungen Menschen gelingen kann, so Litschko, ist die Kompetenzanalyse „Profil AC“ im Berufsbildungswerk ein erprobtes und bewährtes Verfahren. Es wird zur Ermittlung der berufsbezogenen Kompetenzen des jungen Menschen zur Unterstützung der beruflichen Orientierung und individuellen Förderung eingesetzt.

Diplom-Psychologe (PP) Erk Schwalm, Teamleiter Psychologischer Dienst im CJD Homburg, hielt das Impulsreferat zum Thema „Gesprächsführung mit suizidalen Kunden in den Arbeitsagenturen“. Hierbei konnte auf den langjährigen Erfahrungsschatz im Umgang mit psychischen Behinderungen bei Maßnahmeteilnehmenden ebenso eingegangen werden, wie auf aktuelle Statistiken und Forschungsergebnisse zu diesem Thema.
Schwalm stellte den Mitarbeitern der Agenturen ganz alltagspraktische Hinweise zum Gesprächsverhalten in solchen brenzligen Situationen vor und gab Einblicke in die seelische Situation von jungen Menschen, die mit Suizidalität belastet sind.

Im Anschluss stellten Rainer Satzky und Ute Jarolimeck das Projekt „Tiergestützte Pädagogik“ bei jungen Menschen mit Adipositas vor. Ziel sollte immer sein, so die Referenten, durch die langfristige umfassende Begleitung des Jugendlichen eine Lebensstieländerung als Grundlage für mehr Gesundheit und Gewichtsverbesserung zu erreichen.

Peter Malburg, Fachbereichsleiter Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, stellte die Einbindung junger Flüchtlinge in die Ausbildung vor. Dabei legte er an Hand von zwei Beispielen die erfolgreiche Ausbildung mit all ihren Haken und Ösen während der dreijährigen Ausbildungszeit der unbegleiteten Flüchtlinge dar.

In der anschließenden Diskussion konnten die Tagungsteilnehmer ihre Fragen z. B. über neue Ausbildungsmöglichkeiten, Therapien und nachhaltige Hilfen oder die Belastung des Einzelnen erfahren.
Außerdem wurde sehr positiv die praxisnahe Ausbildung durch direkte Einbindung der Auszubildenden in das echte Arbeitsgeschehen aufgenommen.

Im Jugenddorf-Berufsbildungswerk erhalten derzeit über 300 benachteiligte junge Menschen eine berufliche Erstausbildung, oder nehmen an einer berufsvorbereitenden Maßnahme teil. Das Ziel der Ausbildung ist die vollständige und dauerhafte Eingliederung in Arbeit und Beruf und damit ein Leben in weitgehender Unabhängigkeit von der Hilfe anderer.