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CJD nähert sich Zukunftsthemen mit Erasmus+

18.12.2018 CJD Homburg/Saar gGmbH « zur Übersicht

Europa und die Digitalisierung - zwei Themen, die in Zukunft wesentlich an Bedeutung gewinnen werden

Das CJD Homburg stellt sich den neuen Herausforderungen mit Unterstützung des EU-Förderprogramms Erasmus+

Ein Auslandsaufenthalt oder die Nutzung neuer Medien und Technologien wird für zukünftige Generationen selbstverständlich sein. Darauf müssen die heutigen Jugendlichen in den Schulen vorbereitet werden. Und dafür benötigt es auch entsprechend ausgebildete Lehrer. Vier Lehrer des CJD Homburg/Saar waren jetzt im Rahmen des EU- Programms Erasmus+, das seit 30 Jahren die grenzüberschreitende Mobilität und den interkulturellen Austausch von Lehrenden und Lernenden unterstützt, in Malta und Spanien.

„Die neuen Technologien und Medien sind gerade für unsere Jugendlichen eine zusätzliche Motivation und bringen vielfache Erleichterung“

In englischer Sprache und mit Gleichgesinnten aus Spanien, Schweden, Finnland und Ungarn stellten sie sich dem neuen Thema Digitalisierung: „Die neuen Technologien und Medien sind gerade für unsere Jugendlichen eine zusätzliche Motivation und bringen vielfache Erleichterung“, erklärt Dr. Annette Benz, Fachbereichsleiterin Schulische Bildung und Schulleiterin der CJD Christophorusschule. So können sie sowohl technische Hilfsmittel, aber auch Vehikel für den Unterrichtsstoff, Motivationsinstrument oder Individualisierungsinstrument sein.

Für jeden unserer Jugendlichen ist etwas dabei: So könnten etwa sehschwache Schüler ein Tafelbild oder Aufgabenblatt auf einem Tablet problemlos vergrößern und in der notwendigen Vergrößerung bearbeiten, ohne ein aufwändiges Lesegerät benutzen zu müssen. Digitale, aktive Methoden wie Lernapps und -videos könnten individuell eingesetzt werden und jeder Schüler könnte damit nach seinem Tempo lernen. Für Schüler mit Aufmerksamkeitsdefiziten gibt es geeignete Methoden ebenso wie für Schüler aus dem Autismusspektrum.

Neue Wege für die Kommunikation, abseits von Sprache oder Schrift, könnten visuelle und graphische Methoden, wie z.B. die Herstellung und Nutzung von Avataren oder Comics eröffnen. Als alternative Ausdrucksmittel können sie sowohl für die Beziehungsarbeit als auch zur Visualisierung von Lernerfolgen genutzt werden. Auch Klassenarbeiten und Präsentationen könnten den Kompetenzen der Einzelnen individuell besser angepasst werden. Und natürlich mache es den jungen Leuten heute mehr Spaß, zu tippen und zu wischen, anstatt umzublättern.

Praktische Werkzeuge für den Unterricht, Sprachentraining, Austausch

Um diese Vorteile in Zukunft nutzen zu können, mussten die vier Lehrer einiges auf sich nehmen. Sechs Stunden Unterricht pro Tag auf Englisch und ein Thema, das für viele noch ganz neu war. Trotzdem waren alle dankbar für die Möglichkeit, diese Fortbildung machen zu dürfen: „Wir haben zahlreiche praktische Werkzeuge für einen modernen Unterricht an die Hand bekommen, so wie beispielsweise die Erstellung von Webseiten und Blogs, die Nutzung von Video-Tools oder wie man selbst Lernapps erstellt.“. Zudem sei der Austausch mit den ausländischen Kollegen interessant gewesen: „Die skandinavischen Kollegen gehen ganz selbstverständlich mit dem Thema Behinderung um. Behinderte Menschen gehören dort in der Gesellschaft einfach dazu, auch wenn sie besondere Bedingungen benötigen. Bereichernd und für weitere internationale Aktivitäten nicht zu unterschätzen war auch das Englischtraining für die Lehrer, das sich durch den Unterricht und Austausch automatisch ergab“, so Annette Benz.

Nachhaltiges Projekt: Alle profitieren

Nach der Fortbildung geht es das Projekt für die vier Lehrer weiter. Als Multiplikatoren tragen sie ihr neues Wissen ins Lehrerkollegium. Alle sollen profitieren. Am Pädagogischen Tag im November stellten die Kolleginnen ihre Arbeitsergebnisse und Erfahrungen aus der Fortbildung vor. Und machten dabei mit den erstellten Webseiten und Blogs ganz schön Eindruck! Die Weitergabe des erlernten Knowhows in einem internen Schulungsangebot und die Diskussionen innerhalb der Lehrerschaft, was sinnvoll ist und was nicht, sorgen nun dafür, dass das Projekt im CJD auf Nachhaltigkeit angelegt sein wird. Ganz im Sinne von Erasmus+, das zu den erfolgreichsten Förderprogrammen der Europäischen Union zählt.