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Arnold Dannenmann - Der Gründer des CJD (1907 - 1993)
Am 04. Januar 1907 wurde Arnold Dannenmann in Faurndau bei Göppingen (Baden-Württemberg) als Sohn eines Kunsttischlers geboren.Nach dem Abitur 1925 folgte das Studium der Philologie und Theologie in München, Marburg, Greifswald und Tübingen, das er mit der ersten theologischen Dienstprüfung beendete.
1931 wurde Arnold Dannenmann ordiniert. Er begann seinen Dienst als Reichswart der Evangelischen Jungmännerbünde Deutschlands (CVJM). Zu seinem Auftrag gehörte die Übernahme der Arbeit mit den 14 bis 18jährigen Jugendlichen. Seit 1934 war Arnold Dannenmann auch Mitglied des Weltkomitees des YMCA in Genf.
In den Zeiten der NS-Regierung wehrte er sich gegen die Eingliederung des CVJM in die Jugendverbände der Nazis. Durch seine guten Auslandskontakte konnte er vielen verfolgten Menschen zur Flucht verhelfen.
Im November 1945 besuchte Arnold Dannenmann als einer der ersten Deutschen in der Funktion eines Sonderbeauftragten für die Kriegsgefangenenhilfe des Weltbundes des YMCA in den westlichen Ländern die deutschen Kriegsgefangenenlager in England, Belgien und Frankreich. Über die Kriegsgefangenenhilfe des YMCA gelang es ihm, für die lernwilligen jüngeren deutschen Kriegsgefangenen im Lager Nortoncamp/England Kurse anzubieten. Studenten dieser "Lageruniversität" erhielten nach der Heimkehr von den deutschen Universitäten zwei Semester anerkannt.
Außerdem baute er die Jugendarbeit der „Jungen Gemeinde“ in Berlin im sowjetischen Sektor mit auf.
Arnold Dannenmann war bei der Gründung vieler Gremien, die sich mit Jugend- und Jugendsozialfragen beschäftigten, beteiligt. Zeitweilig war er auch deren erster Vorsitzender, bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendaufbauwerk ebenso wie z.B. beim Deutschen Bundesjugendring. Er hat maßgeblich das Zeitschriftenwesen für die junge Generation nach dem Zweiten Weltkrieg mit begründet und beeinflusst.
Im Jahre 1947 gründete Arnold Dannenmann das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands. Die erste Einrichtung war das Jugenddorf Schloss Kaltenstein in Vaihingen/Enz.
1960 wurde Arnold Dannenmann bei einem Autounfall schwer verletzt. Während seines Krankenlagers legte er alle Ehrenämter nieder, behielt aber als Präsident die hauptamtliche Leitung des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands.
Arnold Dannenmann durfte es schließlich noch erleben, wie nach dem Fall der Mauer die ersten Jugenddörfer in den östlichen Bundesländern eingerichtet wurden. Mit großer Aufmerksamkeit hat er diese Projekte begleitet und trotz seines hohen Alters die Jugenddörfer besucht und mit den Mitarbeitern Gespräche geführt.
So ging sein Wunsch noch in Erfüllung, in ganz Deutschland Jugenddörfer zu gründen.
In seinen letzten Jahren war Arnold Dannenmann durch das Parkinson-Syndrom sehr gezeichnet. Er starb mit 86 Jahren am 01.03.1993.
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