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17.06.2010 -
Wir bauen Europa!
Aus dem CJD Homburg/Saar war eine Gruppe von 24 Auszubildenden und Mitarbeitern des Jugenddorf-Berufsbildungswerkes bei der Bildungseinrichtung „IV. Lyceum in Rzeszow“ im Rahmen des deutsch-polnischen Jugendaustausches.
Das IV. Lyceum in Rzeszow ist eine ähnliche Bildungseinrichtung wie das Jugenddorf-Berufsbildungswerk in Homburg-Schwarzenbach. Organisiert und finanziert wurde der Austausch über das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW),
Bei diesem Austausch, unter Leitung von Peter Schäfer, fanden Begegnungen zwischen jungen Deutschen und Polen statt, die gemeinsam das erweiterte Europa erfuhren und daran arbeiteten, dass es auch weiter zusammenwächst.

Das Projekt „Wir bauen am gemeinsamen Haus Europas“ hatte zum Ziel, die Geschichte beider Länder aufzuarbeiten und die gemeinsame Zukunft in einem vereinten Europa zu gestalten und gemeinsam weiterzuentwickeln. Trotz unterschiedlicher Herkunft haben junge Menschen in beiden Ländern oft die gleichen Wünsche, Hoffnungen und Träume.
Die Gruppe aus dem Jugenddorf-Berufsbildungswerk wurde bei der Vorbereitung des Treffens mit den geschichtlichen und geographischen Gegebenheiten der Podkarparkie und Rzeszow bekannt gemacht. Die polnischen Jugendlichen bekamen Informationen über Homburg, das Bundesland Saarland und die politischen Systeme in Deutschland.
Auf dem Programm standen neben dem Kennenlernen von Land und Leuten und den politischen Zusammenhängen, verschiedene gemeinsame Workshops, wie Fun-Olympiade, Stadtspiel und Band oder das Chorprojekt. Bei den gemeinsamen Aktivitäten wurden gemischte Kleingruppen gebildet. In den Unterrichtsstunden entwickelten die deutsch-polnischen Arbeitsgruppen jeweils einen Steckbrief der beiden Länder Polen und Deutschland und stellten diesen im Plenum vor. Die Aufgaben bei der "Fun-Olympiade" wurden in gemischten Gruppen bewältigt und nach einem gemeinsamen Punktsystem bewertet.
Trotz der doch vorhandenen Sprachprobleme (die polnischen Jugendlichen sprachen und verstanden ein wenig Deutsch, die deutschen Jugendlichen konnten weder polnisch sprechen noch verstehen) fanden die Gruppen in kürzester Zeit zusammen. Hier zeigte sich, so Peter Schäfer, dass es richtig war, von Beginn an die Jugendlichen in den Aktivitäten zu mischen. Die gemeinsamen Gruppenarbeiten zeigten schnell Erfolg und die Jugendlichen organisierten sich auch innerhalb des Programms untereinander.
Zusätzlich zu den praktischen Arbeiten wurden Exkursionen im fachlichen und kulturellen Bereich durchgeführt. Die Jugendlichen besichtigten an den Wochenenden u.a. die Museen Burg Wawel und Schloss Lancut. ER trug dazu bei, den Jugendlichen ein Verständnis der jeweils eigenen und fremden Kultur zu vermitteln. Die Erlebnissportlichen Aktivitäten Felsenwanderung in den Vorkarpaten und die Bootsfahrt auf dem Solinasee förderten das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die "Fun-Olympiade" und die "Foto Rallye" in Krakau rundeten das gemeinsame Erleben auch freizeitpädagogisch ab.
Es hat sich gezeigt, so Peter Schäfer, dass trotz der sprachlichen Beeinträchtigung der Teilnehmer aus beiden Ländern, die Jugendlichen schnell eine Einheit wurden, sich Freundschaften entwickelten und die jungen Leute sich auch selbst mit ihren Ideen in die Projektumsetzung einbrachten. Gemeinsam haben die Teilnehmer aus den Erfahrungen dieser Jugendbegegnung so eine Grundlage für den Gegenbesuch erarbeitet, um auch 2011 die Kontakte nicht abreißen zu lassen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, so Schäfer, dass die Woche gemeinsamer Arbeit ein voller Erfolg war und dass jeder jetzt mehr über den Nachbarn weiß. Ohne eine entsprechende Unterstützung durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) wäre die Durchführung einer solchen Maßnahme allerdings nicht möglich.





